Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen

Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen

In Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen bestehen für Patienten und Personal aufgrund der Besonderheiten der speziellen Behandlungen verschiedene Infektionsrisiken und Verletzungsgefahren. Diese Risiken werden durch qualitätssichernde Maßnahmen im Bereich der Hygiene deutlich reduziert. Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) verpflichtet seit 2001 die Praxisinhaber und Praxisinhaberinnen zur Einführung eines Hygienemanagements, bestehend aus

Unbenannt einem individuellen, auf die Praxis abgestimmten Hygieneplan, der mindestens die Themen Händehygiene und Hautantiseptik, Flächenreinigung- und desinfektion, Aufbereitung von Medizinprodukten, Abfallentsorgung, Umgang mit dem Meldewesen (auch IfSG), Personalschutz und Schulungsmaßnahmen (mindestens einmal jährlich) beinhaltet, und
Unbenannt der klaren Festlegung der Verantwortlichkeiten für die Aktualität und Umsetzung des Hygieneplans sowie die Aufsicht über die hygienerelevanten Betriebsabläufe.

Darüber hinaus gelten eine Fülle von Gesetzen, Verordnungen, (technischen) Richtlinien und Empfehlungen. Relevante Fachpublikationen sind ggf. als Stand der Wissenschaft zu berücksichtigen.

Hygienepläne sind individuell zu erstellen, weil die baulich-funktionellen sowie die möglichen infektions-hygienischen Risiken von Praxis zu Praxis unterschiedlich sind. Dieser Plan stellt eine verbindliche Arbeitsanweisung dar und dient bei Hygieneüberprüfungen durch Behörden und in Haftungsfragen dem Nachweis der erbrachten Sorgfaltspflicht. Die Medizinprodukteaufbereitung, Laborarbeiten und die Hygieneanforderungen bei ambulanten Operationen stellen dabei besondere Herausforderungen im täglichen Praxisalltag dar. Zunehmende Komplexität resultiert aus der Verkürzung von stationären Aufentahlten und Verlagerung von Behandlungen in den ambulanten Bereich. Insbesondere die Zunahme von noskomiale Infektionen und die Verbreitung von resistenten Erregern (MRE, MRSA) stellt die Praxen vor immer größere Herausforderungen.

Sie haben ein Hygienemanagement eingeführt und möchten es optimieren? Sie sind sich nicht sicher, ob es den neuen Richtlinien und Normen genügt? Sie möchten eine hohe Qualität sicherstellen und trotzdem Einsparpotenziale identifizieren?

Wir unterstützen Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen bei der Erstellung oder Optimierung eines sachgerechten Hygienemanagements und sind auch Ihr kompetenter Partner für die eng mit der Praxishygiene zusammenhängenden Fragen der Arbeitssicherheit. Dabei haben wir alle anzuwendenden Gesetze, Verordnungen, Normen und Leitlinien, wie etwa den Empfehlungen der Kommissionen für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) und Antiinfektiva, Resistenz und Therapie (ART) am Robert Koch-Institut (RKI) im Blick. Außerdem berücksichtigen wir anerkannte Regeln der Technik und aktuelle Fachpublikationen. Wir extrahieren aus dieser Fülle das für Ihre Praxis Notwendige und finden individuelle Lösungen für ihre Fachrichtung und Praxisschwerpunkte, die sich in Ihren Praxisalltag integrieren lassen.

Unsere Hygieneberatung ist modular aufgebaut. Sie reicht von einem kurzen Basischeck über eine ausführliche Praxisbegehung mit Dokumentenprüfung, der Erstellung / Etablierung bzw. Aktualisierung / Optimierung eines sachgerechten Hygienemanagements bis zur praxishygienischen Dauerbetreuung. So erhalten Sie immer genau die Beratung, die Sie und Ihr Team benötigen. In kurzen Gesprächen und anschaulichen Seminaren erfahren Sie und Ihr Team, wie die einzelnen Bausteine Ihrer Praxis reibungsloser miteinander integriert werden können.

Das Ergebnis: motivationsfördernde Kurzweil und zeitsparende Aktualität statt graue Theorie und Papierberge.

Beratungsleistungen können durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu 50 % gefördert werden. Wir unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung.

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